SEO im Blog – Suchmaschinenoptimierung fürs Blogging

Die Suchmaschinenoptimierung – oder SEO für „Search Engine Optimization“ – ist ein Vorgehen, bei dem eine Webseite bzw. eine ihrer Unterseiten so ausgestattet wird, dass sie für die Suchanfrage mit bestimmten Suchworten in einer Suchmaschine als Ergebnis infrage kommt. Dabei ist es nicht nur wichtig, den Suchbegriff und seine Synonyme in den Text sowie die Metadaten der verwendeten Bilder einzubringen, sondern auch einen Mehrwert zu bieten. Denn längst ist der Google-Algorithmus schlau genug, um Spam und Betrug aus den Suchergebnissen auszufiltern. Deshalb muss ein Blog, der gefunden werden soll, für die Suchmaschine optimiert werden.

Themen eingrenzen, um spezifizierte Suchanfragen zu bedienen

Hat es vor 20 Jahren noch ausgereicht, mehrfach das Wort „Telefon“ auf seiner Webseite unterzubringen, um als eines der ersten Ergebnisse für das Suchwort „Telefon“ in einer Suchmaschine angezeigt zu werden, da ist dies heute stark überholt. Nicht nur, weil es für diesen Suchbegriff eine große Konkurrenz gibt, sondern weil Google, Bing, DuckDuckGo, Ecosia und Co. mit dem Begriff andere Begriffe, Worte, Wortgruppen und Assoziationen verbinden. Etwa die Geschichte des Telefons, das Verkaufsangebot von Telefonhändlern, Tarife für Mobilfunkgeräte und so weiter. Deshalb gehört es auch zur Suchmaschinenoptimierung, Seiten und Blog-Beiträge zu spezifizieren. SEO Statt also eine Seite auf das eine, sehr weit auslegbare Suchwort auszulegen, sollte man mehrere kleine Blog-Beiträge zu den verschiedenen Unterthemen machen – hier was zur Geschichte, da was zu modernen Modellen, und als Bonus noch eine Tarifübersicht. Aber nur, wenn es auch zum Blog passt. Geht es auf der Webseite nur um Handys, dann passt die historische Anschauung nicht. Geht es nur um Retro-Modelle, dann passen die letzten beiden Themen nicht. Geht es im Blog um Alexander Graham Bell, dann sollte der Eintrag vielleicht in der Kategorie „Erfindungen“ eingeordnet sein. Neben spezifizierten Einträgen ist also auch ein Hauptthema für den Blog selbst hilfreich. So lassen sich mit mehreren Worten ausgeführte Suchanfragen abgreifen.

SEO-Einstellungen – Texte, Bilder und Meta-Daten für die Suchmaschinenoptimierung

Ein Blog lebt von Texten und Bildern. Texte sollten sowohl für die Leser als auch für die Suchmaschine geschrieben werden; also lesbar strukturiert sowie mit Mehrwert ausgestattet. Wer in der Suchmaschine gefunden werden möchte, sollte zudem auf die richtige Rechtschreibung und eine ordentliche Grammatik achten. Das freut letztlich auch die Besucher des Blogs. SEO-Texte, die für Suchanfragen dienlich sein sollen, können dabei durchaus auch Mehrwert für Leser bieten und komplexe Themen fachgerecht behandeln. Beides zu vereinen braucht nur ein bisschen Übung sowie die richtige Unterstützung.

Letztere bekommt man sowohl durch Online-Tools als auch durch Fachliteratur. Während aber kostenpflichtige Werkzeuge im Internet dauernd aktualisiert und an moderne Erkenntnisse über Such-Algorithmen angepasst werden, können Bücher und Magazine zu SEO schnell veraltet sein. Tools wie SEO Profiler, SEOlyze und Answer The Public bieten die Möglichkeit, die mit dem gewünschten Suchbegriff oder Wortgruppe verbundenen Worte zu finden. Auch Überschriften, Meta-Daten und Fragestellungen können damit gefunden werden. Meta-Daten sind zum Beispiel der Alternativtext für Bilder und die Snippets (Überschrift und Kurzbeschreibung in der Suchmaschine). Für letztere lohnt sich zudem das Yoast SEO Plugin für WordPress.

SEO für den Blog mit WDF*IDF

Besonderen Fokus legt man bei der Suchmaschinenoptimierung einer Webseite bzw. eines Blogs auf die Texte. Diese sollten mithilfe von WDF*IDF-Tools (bspw. SEOlyze) geschrieben respektive korrigiert werden. WDF ist dabei die Gewichtung eines Wortes innerhalb des Texts (Within-Document Frequency), während IDF die Inverse Dokumenthäufigkeit ist (Inverse Document Frequency); also auch externe Quellen mit dem ausgesuchten Keyword einbezieht. Das Keyword oder die mehreren Keywords einer Anfrage werden also aus gewichtigen, bereits bestehenden Suchergebnissen ausgelesen und mit dem eigenen Dokument ins Verhältnis gesetzt.

Nehmen wir als Beispiel noch einmal das Keyword „Telefon“. Suchen wir dieses in einem WDF*IDF-Tool, dann ergibt sich eine optimale Dichte folgender Wörter innerhalb des zu schreibenden Textes:

  • Telefonbuch: 6,9 – 12 %
  • Suche: 4 – 7,8 %
  • Datenschutz: 3,3 – 4,9 %
  • Telefon: 1,4 – 5,7 %

Das eigentliche Suchwort muss also gar nicht am häufigsten vorkommen. Auch ist in den wichtigsten Worten (Telefon selbst ist nur auf Platz 21) nichts zu Handys, Tarifen oder zur Geschichte zu finden. Noch ein Grund, seinen Text sowie seine Untersuchung mit SEO-Werkzeugen zu spezifizieren. Wesentlich themenrelevantere Keywords bekommt man beispielsweise, wenn man den Text auf „Neues Telefon kaufen, worauf achten?“, „Die Geschichte des Telefons“ oder „Der richtige Handy-Tarif für (aktuelles Jahr)“ auslegt. Dann ist man schon auf einem guten Weg.

On-Page-Optimierung und Maßnahmen auf anderen Seiten

Die bis hierher beschriebenen Schritte sind lediglich On-Page-Maßnahmen, also Schritte für das Vorgehen auf der eigenen Blog-Seite. Hat man diese gut erfüllt und hat der Blog eine vorzeigbare Menge an Artikeln sowie einen gewissen Mehrwert für die Leser, dann kann man weitere Schritte einleiten. Zum Beispiel kann man – falls dies nicht schon durch Zutun anderer Seitenbetreiber geschieht – seine Texte auf anderen Webseiten und Blogs verlinken lassen. Das geht teilweise auf Anfrage oder über einen Gastbeitrag, den man für andere Seiten schreibt und den eigenen Blog darin verlinkt. Teilweise kostet dies Geld. Man kann seine Webseite auch meist beim Kommentieren in Blogs oder auf News-Seiten angeben, sodass sie verlinkt werden.

Fazit zum Blog-SEO für angehende Blogger und Internetgrößen

Wer mit seinem Blog durchstarten will, muss seine Zielgruppe finden und ihr die richtigen Texte liefern. Das geschieht vor allem durch die WDF*IDF-Optimierung, sodass Suchende die Beiträge finden. Für Google, Bing und Co. ist aber auch die Reputation des Blogs bei anderen Seitenbetreibern wichtig, weshalb Verlinkungen wichtig sind. Gut zu wissen: pro Woche maximal einen Link auf einer anderen Seite einbauen (lassen), da der Blog sonst als Spam abgestempelt und von den Suchmaschinen mit einem niedrigen Ranking abgestraft wird. Ein organisches Wachstum und eine natürliche Ausbreitung sind also gewünscht. Viel Erfolg!