Der erste eigene Garten ist ein Traum von vielen Menschen. Gerade wer in der Stadt, in einer Mehrfamilienhaus-Wohnung oder anderweitig ohne Garten aufgewachsen ist, sehnt sich irgendwann nach ein bisschen mehr Natur. Und wer in seiner Kindheit von Grün, von blühenden Pflanzen sowie von Obstbäumen und Gemüse umgeben war, kommt ebenfalls darauf zurück. Ob nun gemietete Erdscholle in der Gartenanlage oder eigenes Grundstück rund ums neu gebaute bzw. gekaufte Haus – den ersten eigenen Garten anlegen, das braucht eine gute Planung und Umsetzung. Im Folgenden gibt es wertvolle Tipps für den erfolgreichen Start.

Budget-Planung – Ersten eigenen Garten kaufen / pachten
Wenn der Garten im Rahmen des neuen Hauses angelegt werden soll, wird die Kostenplanung wohl schon ein wichtiger Teil der Planung sein. Deshalb soll der erste hier beschriebene Schritt all jenen helfen, die abseits ihres Wohnorts einen Garten von einem Gartenverein kaufen bzw. pachten. Von der Grünfläche über Obst- und Gemüse-Gärten hin zur Wohlfühloase mit eigener Laube und anderen Annehmlichkeiten kann vieles dabei sein. Der erste Kostenpunkt ist dabei natürlich der Kauf-, Pacht- oder Miet-Preis. Kann man sich den Garten bzw. dessen Gebühr leisten? Falls ja, sind noch weitere Ausgaben zu beachten: Wasser, Abwasser, Strom und ähnliche Angelegenheiten sowie Gartengeräte, Pflanzen, Bäume, Ausbesserungen oder Erneuerungen an vorhandenen Anlagen oder Gebäuden, etc.
Kurzum: Passt der Preis für den Garten ins Budget ist das zwar schön, doch sollten auch die kommenden Kosten – mindestens für das erste Jahr – bedacht werden.
Rechte und Pflichten – Vorgaben von Stadt, Gemeinde oder Verein
Gehört der erste eigene Garten zum Haus, das gebaut oder gekauft wurde, dann kann man viele Dinge frei entscheiden. Zum Beispiel gibt es keine Regularien, wie viel Prozent der Fläche für Beete genutzt werden darf oder muss. Auch die maximale Höhe von Bäumen ist oftmals von der Stadt oder Gemeinde nicht vorgegeben, solange sich aus den hohen Bäumen keine Gefahren oder Hindernisse ergeben. Dafür gibt es teilweise Gestaltungsrichtlinien für Haus und Garten aus der Stadtverwaltung – so ist ein Glas- und Betonbau mit Golfplatz im Garten in einer historischen Altstadt etwa unangebracht. Nicht unähnlich ist es im Gartenverein: hier liest man vor allen Maßnahmen bzw. vor dem Kauf des Gartens am besten die Satzung, in der die Nutzung der Gartenfläche, die Maximalhöhe der Bäume und vieles mehr festgeschrieben ist.
Kurzum: Es gibt viele Freiheiten im eigenen Garten, aber Rechte bringen eben auch Pflichten mit. Wer ungern Rasen mäht, Bäume kürzt oder Laub entsorgt, wird es im Verein schwer haben.
Planung und Gestaltung – Gartenarbeit für Anfänger
Wie in jedem anderen Bereich, so kommen Erfahrungen und Fähigkeiten erst mit der Zeit. Deshalb sollte man nicht gleich mit einem perfekten Garten rechnen, auch wenn man viel Arbeit und Mühe hineinsteckt. Um aber bereits zu Beginn nicht zu viel Geld zu verschwenden, lohnt sich eine gute Planung. Gemäß der vielleicht einzuhaltenden Gestaltungsregeln kann man sich erst einmal auf dem Papier austoben und die ausgemessene Gartenfläche vermittels eines Stifts mit Beeten, Bäumen, einer Gerätehütte und dergleichen füllen. Zudem hilft die Planung der kommenden Maßnahmen dabei, die Anzahl und Notwendigkeit von Geräten und Anlagen festzustellen. Brauche ich wirklich einen Rasentraktor, wenn ich auch mit einem herkömmlichen Rasenmäher in einer Stunde fertig bin? Brauche ich für die drei kleinen Beete wirklich eine automatische Bewässerung? In dieser Phase werden solche und weitere Fragen geklärt.
Kurzum: Hat man sich für einen Garten entschieden bzw. kennt den Bereich ums neue Haus, können Flächeneinteilung und Materialaufwand geplant werden. Dann erst folgt der Einkauf.
Saat, Blüte und Ernte – Garten- und Haushaltsbücher helfen
Wer sich seinen ersten eigenen Garten vor dem inneren Auge vorstellt, kann vieles sehen. Vielleicht ein Kräutergarten, der einem frisch und ökologisch das Essen verfeinern kann? Oder eine klar strukturierte Gartenparzelle mit erhöhten Beeten, die Salat, Kürbisse und dergleichen hervorbringen? Vielleicht aber auch ein schöner kurzer Rasen, umsäumt von Hecken und ausgestattet mit einer Schaukel für die Kinder? Das alles und mehr ist möglich. Was aber in so ziemlich jeden Garten gehört: Pflanzen. Von Obst und Gemüse über Blumen und Sträucher hin zu Nadelbäumen und Klettergewächsen – für alles gibt es die richtige Zeit. Wann der Kürbis vorzuziehen und wann die Kartoffeln einzubuddeln sind, das erklärt Gartenanfängern die passende Fachlektüre. Es gibt allgemeine Gartenbücher mit allen möglichen Tipps, aber auch spezielle Bände für Blumen, Gemüse, Bäume und so weiter.
Kurzum: Der Garten kann je nach Wunschvorstellung zur Wissenschaft werden. Für Pflanzen, deren Blüten, Früchte usw. gibt es Fachliteratur, die beim Ausbringen, Nutzen und Ernten helfen.
Beliebte Garten-Arten – Bauer, Bio oder Blumentopf?
Falls nicht erst bei der Aufzucht oder beim Einpflanzen von Pflanzen Literatur hinzugezogen und so für die Ernte vorgesorgt werden soll, gibt es natürlich noch weitere Lese-Tipps. So kann man sich ganz speziell zu besonders beliebten Garten-Arten, deren Aufbau und zu den nötigen Pflanzen belesen. Denn nicht jeder hat direkt eine Idee, wie er seinen ersten eigenen Garten gestalten will und möchte sich daher vielleicht Inspiration bei bekannten und beliebten Konzepten holen. Im Folgenden gibt es drei Beispiele, die oft für Garten-Anfänger herangezogen werden:
- Bauerngarten – Der Bauerngarten stellt eine Mischung aus Nutz- und Zierpflanzen dar. Er dient der Erholung genauso wie der Ernte. Ein Obstbaum, ein kleines Feld mit Salat und hier und da ein Kübel mit einer Auswahl an Kräutern. Wird so die Grünfläche, auf der vielleicht noch ein schönes Set Gartenmöbel zum Relaxen steht, ausgestattet, dann entsteht ein Bauerngarten.
- Naturgarten – Der Naturgarten ist die gepflegte und organisierte Version des Wildwuchs’. Hier gibt es zwar viele hochstehende Blumen, welche ideal sind, um Bienen und Hummeln zu helfen. Jedoch gibt es dazwischen gepflegte Wege, um die Wildpflanzen, Blumen und Kräuter begehen, pflegen und zuschneiden zu können. Geerntet werden in dem Gartenparadies vor allem Blüten und Wildkräuter.
- Topfgarten – Blumentöpfe und Pflanzkübel sind ideal, wenn nicht viel Fläche vorhanden ist. Die individuelle Bepflanzung mit Kräutern, kleinen Sträuchern (etwa Heidelbeeren), Blumen usw. ist mit der Verwendung verschiedener großer und kleiner Behälter möglich. Diese können modular angeordnet und zudem zur Seite geräumt werden, wenn zum Beispiel ein Fest im kleinen Garten gefeiert werden soll.